Immobilienpate · Problemlöser · Bergisches Land
Mensch · Immobilie · Lösung
In dieser Reihenfolge.
Wer bin ich, wenn man den Beruf weglässt?
Ich bin der Junge, der die neunte Klasse zweimal macht — weil ihm die Schule keinen Sinn gibt.
Und derselbe Junge, der auf dem Tanzparkett neunmal auf Platz eins steht — weil er dort den Sinn findet.
Ich bin der Mann, der mit zweiundzwanzig zur Marine geht und acht Jahre auf einer Fregatte Verantwortung trägt. Der dreizehn Jahre Industrie aufbaut, bis ihm die Anerkennung fehlt, für die er gekommen ist. Der mit neununddreißig durch eine Prüfung fällt und im selben Jahr noch einmal antritt.
Der 2018 ohne Rücklagen kündigt — nicht aus Verzweiflung, sondern aus einer Frage: Was kann ich am besten?
Die Antwort ist Immobilienmakler. Nicht weil es naheliegt. Sondern weil hier alles zusammenkommt, was ich kann: Technik, Menschen, Verantwortung, Verhandlung.
Kapitel 01
Am Anfang steht ein Junge, der die neunte Klasse zweimal macht. Nicht weil er es nicht kann — sondern weil er faul ist. Weil ihm die Schule keinen Sinn gibt, den er sieht.
Was er später lernt: Wenn etwas Sinn hat, geht es. Wenn nicht, geht gar nichts. Wer mich als 15-Jährigen gefragt hätte, wohin das führt, hätte sicher nicht auf „macht seinen Elektrotechnikermeister, baut Produktionsanlagen auf und wird IHK-geprüfter Technischer Betriebswirt" getippt.
Wenn etwas Sinn hat, geht es. Wenn nicht, geht gar nichts.
Kapitel 02
Mit dreizehn beginnt das Tanzen. Anfang der neunziger Jahre stehen meine Tanzpartnerin und ich neunmal auf Platz eins. Das ist die andere Hälfte des Jungen, der in der Schule sitzenbleibt — auf dem Parkett zeigt sich, was in ihm steckt, wenn ihn etwas wirklich interessiert.
Disziplin, Präzision, ein Partner, dem man vertrauen muss. Was hier sitzt, sitzt fürs Leben. Das ist kein „bisschen tanzen am Wochenende". Das ist Turniersport.
Eine Erkenntnis aus dieser Zeit habe ich nie wieder verlernt: Wer seine Passion findet, muss nicht arbeiten.
Dann gingen wir getrennte Wege. Meine Tanzpartnerin und ich. Aus Gründen, die wir heute beide nicht mehr kennen. Das Leben hatte andere Pläne — vorerst.
Kapitel 03
Am 1. September 1993 beginnt die Ausbildung als Energieelektroniker für Anlagentechnik bei der Deutschen Bundesbahn — Ausbildungszentrum der Signalwerkstatt Wuppertal.
Vier Jahre Anlagen, Strom, Verantwortung — wer hier schludert, legt einen Bahnhof lahm.
Am 23. Januar 1997 ist der Brief in der Hand. Der erste von drei Berufsabschlüssen — und die Grundlage für alles, was danach kommt: das Verständnis für Anlagen, für Technik, für das, was passiert, wenn ein Kabel zur falschen Zeit am falschen Ort hängt.
Kapitel 04
Im April 1997 zur Marine — mit zweiundzwanzig. Acht Jahre. Versorger Freiburg, Inbetriebnahme der Fregatte Sachsen. Hier lerne ich, was Verantwortung wirklich heißt — auf einem Schiff, das ohne Strom nicht fährt.
Ein Schaltfehler, und die Brücke ist dunkel. Eine Sicherung zu spät, und das Radar schweigt. Wer ohne Brücke und ohne Radar fährt, kommt nicht ans Ziel. Er irrt umher.
Auch ein Verkauf braucht Brücke und Radar — sonst irrt der Eigentümer umher. Genau dafür bin ich da.
2004 endet die Marinezeit. Es folgt die Meisterschule in Vollzeit, bezahlt vom Bund — am Ende der Brief des Elektrotechnikermeisters.
Kapitel 05
Es folgen dreizehn Jahre Industrie. Aus dem Beton wächst ein Produktionsstandort, an dem ich von Anfang an mitbaue. Erst als Instandhaltungsleiter, dann als Produktionsleiter. Wenn etwas steht, muss es laufen. Repariert wird nicht das Symptom, sondern die Ursache. Sonst steht es morgen wieder.
Diese Denkweise lässt sich nicht abschalten. Sie greift auch dort, wo keine Anlagen stehen, sondern Menschen am Tisch sitzen. In einer Erbengemeinschaft hat jeder eigene Bedürfnisse — und selten spricht jemand sie offen aus. Stattdessen kommen Einwände und Vorwände auf den Tisch: „Der Preis stimmt nicht." „Der Zeitpunkt ist falsch." „Der andere blockiert."
Wer den Einwand für die Ursache hält, kommt nicht weiter. Wer dahintersieht, schon.
In dieser Zeit wurde ich Vater. Mit 32 zum ersten Mal. Mit 37 zum zweiten Mal. Ein Junge, ein Mädchen.
Kapitel 06
Parallel zur Industrie, abends nach der Arbeit, der Lehrgang zum Technischen Betriebswirt. Tagsüber das Werk, abends die Bücher. Nicht aus Pflicht, sondern aus Wollen. Vor mir liegt die Möglichkeit, Produktionsleiter zu werden — aber fundiert, mit Substanz, nicht nur mit Titel. Das ist mir die Mühe wert.
2014, mit neununddreißig, der erste Anlauf zur Prüfung. Durchgefallen. Normalerweise verlängert man dann um ein halbes Jahr. Stattdessen: Anmeldung zum zweiten Termin im selben Jahr. Bestanden.
Härter ist kaum etwas.
Kapitel 07
2018 fällt eine bewusste Entscheidung. Kündigung lassen. Ohne Rücklagen. Ohne Plan B. Es ist nicht die Arbeit, die mich gehen lässt. Es sind die Menschen.
Der Senior, für den wir aufgebaut haben, ist verstorben. Junior und Schwiegersohn übernehmen — und mit ihnen kommen Berater, die alte Wege empfehlen. Mein Betriebsleiter, der alles in die richtigen Bahnen gebracht hat, passt sich nicht an. Er wird abgesägt. Wer nicht mitläuft, ist im Weg. Ich war nie ein Mitläufer.
Ohne Anerkennung kein Antrieb. So einfach ist das bei mir.
Was jetzt folgt, ist keine schnelle Antwort, sondern eine Frage. Ich frage mich selbst. Ich frage mein Umfeld. Was kann ich am besten? Wo liegt meine Stärke? Was trägt mich, wenn es schwer wird?
Die Antwort ist Immobilienmakler — weil hier alles zusammenkommt, was ich kann: Technik, Menschen, Verantwortung, Verhandlung. Und weil etwas wieder in mir brennt, wie damals auf dem Tanzparkett.
2020 zerbricht die Ehe. Wieder zurück auf Anfang. Wieder auf. Wieder weiter.
Was mich antreibt
In dieser Reihenfolge. Erst der Mensch. Dann die Immobilie. Dann die Lösung. Andere arbeiten umgekehrt. Bei mir nicht. Das ist keine Marketingbotschaft — es ist die Reihenfolge, in der ich den Verkauf wirklich angehe.
Mein Job ist, Eigentümern Brücke und Radar zurückzugeben — Orientierung, wenn die Sicht fehlt. Einen Plan, dem sie folgen können. Eine Hand, die führt, ohne zu drücken.
Deshalb nenne ich mich nicht Makler. Ich nenne mich Immobilienpate. Ein Pate übernimmt Verantwortung — für den ganzen Weg, nicht nur bis zum nächsten Termin.
Kapitel 08
Heute: Wuppertal-Heckinghausen. Das Büro in Cronenberg. An meiner Seite Gabi — die Tanzpartnerin von damals. Drei Jahrzehnte später wieder im Takt.
Das erste Foto: schwarz-weiß, jung, auf der Bühne. Das zweite: Smoking, golden, strahlend. Dieselbe Frau. Über dreißig Jahre später. Wieder an meiner Seite.
Manche Wege schließen sich. Und manche Menschen findet man zweimal.
Wuppertal-Heckinghausen · Büro Cronenberg · Bergisches Land
Persönliches Gespräch
Kein Formular. Keine Verpflichtung. Einfach ein erstes Gespräch — ich höre zu.
Sascha Oertel · Oertel Immobilien · Wuppertal
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